Dienstag, Oktober 17

MERHEIT DER DEUTSCHEN LEHNT FLÜCHTLINGSWAHLKAMPF AB

Bild: (c) Uwe Schlick / pixelio

Berlin –  Weil seit Anfang dieses Jahres über 110 000 Flüchtlinge Europa erreichten und mehr als 90 000 davon – vor allem aus Afrika – über das Mittelmeer in Italien ankamen, will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Flüchtlingsfrage zum Wahlkampfthema machen. Wer versuche, das Thema vor der Wahl zu ignorieren, so Schulz mit Blick auf Kanzlerin Merkel, verhalte sich zynisch. 44 Prozent der Bundesbürger finden es nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des stern richtig, dass Merkel-Herausforderer Schulz mit der Flüchtlingsfrage Wahlkampf machen will. Eine Mehrheit von 54 Prozent hält das jedoch für falsch, darunter 41 Prozent der SPD- und 73 Prozent der CDU/CSU-Anhänger. Dass Schulz darauf verzichten sollte, meinen sogar 61 Prozent der AfD-Anhänger, die offenbar nicht wollen, dass sich Schulz mit „ihrem“ Thema profilieren könnte. 56 Prozent aller Befragten – mehrheitlich auch die Anhänger aller Parteien, vor allem die der AfD – befürchten, dass es in den nächsten Jahren noch einmal zu einer Krise wie 2015 könnte, als hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland strömten. 38 Prozent haben dagegen keine Sorge, dass es zu einer erneuten Flüchtlingskrise kommt.

Für eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen sprechen sich aktuell 48 Prozent der Deutschen aus, darunter 98 Prozent der AfD-Wähler. Eine Obergrenze, wie sie auch von der CSU gefordert wird, lehnt eine knappe Mehrheit von 51 Prozent jedoch ab. Im September des vergangenen Jahres plädierten noch 47 Prozent dagegen, ebenfalls 47 Prozent dafür.

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