Freitag, Dezember 15

HAMBURG ERHÄLT LOKI-SCHMIDT-PLATZ

Foto: Fotofrizz; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH

Hamburg – In Winterhude wird künftig ein Platz im neu entstehenden Pergolenviertel westlich der S-Bahnstation Rübenkamp nach der Hamburger Ehrenbürgerin als Loki-Schmidt-Platz benannt. In Erinnerung an Loki Schmidts (1919-2010) Einsatz für die Natur und in Anlehnung an die dortigen Kleingärten werden weitere Wege im Pergolenviertel als Winterlindenweg, Feldahornweg und Weg bei den Gärten benannt.

In Barmbek-Nord wird die zwischen der Drosselstraße und der Pestalozzistraße liegende Teilfläche der Fuhlsbüttler Straße, nördlich des Bahnhofs Barmbek, als Piazzetta-Ralph-Giordano benannt. Damit wird an den in Barmbek geborenen Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano (1923-2014) erinnert.

Die Bezeichnung Piazzetta greift zum einen den in der Planungsphase benutzten Begriff „Piazzetta Barmbek“ auf und ist zum anderen eine Reminiszenz an die italienische Abstammung Giordanos.

In Hohenfelde wird der vorhandene Weg, der von der Ifflandstraße – etwa 20 Meter nördlich der Einmündung Ekhofstraße – abzweigt und in den Mühlendamm einmündet, in Erinnerung an die unter anderem am Ohnsorg-Theater wirkende Schauspielerin Hilde Sicks (1920-2007) als Hilde-Sicks-Weg benannt.

In Rahlstedt wird eine vom Schierenberg abzweigende neu entstehende Ringstraße als Irma-Keilhack-Ring benannt. Irma Keilhack (1908-2001) war von 1949 bis 1961 Mitglied des Bundestages und von 1961 bis 1970 Senatorin der Jugendbehörde und zugleich bis 1966 der Behörde für Ernährung und Landwirtschaft; sie war bundesweit die erste Frau nach dem 2. Weltkrieg im Rang einer Landesministerin.

Weitere Benennungen:

Am Dorfgraben (Bramfeld)

Nach der Lage am nördlich verlegten Bramfelder Dorfgraben.

Am Schilfpark (Bergedorf)

Nach dem hier entstehenden Schilfpark.

Anneliese-Tuchel-Weg (Farmsen-Berne)

Nach Anneliese Tuchel (1926 – 2000), Buchhändlerin; übernahm die altehrwürdige Buchhandlung von 1844 am Jungfernstieg 50 von ihrem Vater Johannes P. Meyer und baute sie zur größten norddeutschen theologischen Fachbuchhandlung aus.

Butterbauernstieg (Hummelsbüttel)

Nach den bis ins 20. Jahrhundert in Hummelsbüttel bekannten „Butterbauern“, die früher in Südholstein Butter, Käse, Eier und Geflügel kauften und einmal wöchentlich in Hamburg direkt an den Endverbraucher verkauften.

Frascatiplatz (Bergedorf)

Nach dem seit Jahrzehnten im Volksmund bekannten Namen, der auf das „Frascati“ zurückgeht, einem ehemals benachbarten Gasthof am Bahnhof Bergedorf Süd im italienischen Viertel.

Heinrich-Kock-Weg (Lokstedt)

Nach Heinrich Kock (1904 – 1990), seit 1927 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt von 1885, seit 1946 stellvertretender Wehrführer, von 1948 – 1965 Wehrführer, seit 1974 Ehrenwehrführer; 1961 ausgezeichnet mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz 2. Stufe des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Marie-Bautz-Weg (Farmsen-Berne)

Nach Marie Bautz (1879 – 1929), Fabrikarbeiterin, später Geschäftsführerin; von 1919 – 1924 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Deputierte der Behörde für Öffentliche Jugendfürsorge.

Ohlendiekshöhe (Poppenbüttel)

In Anlehnung an den westlich liegenden Ohlendiekskamp.

Zeppelin-Park (Schnelsen)

In Anlehnung an den Namen „Zum Zeppelin“ des in der Frohmestraße 123 – 125 gelegenen Hotel-Restaurants.

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