Samstag, Juni 24

ROT-GRÜN WILL FREIEN EINTRITT IN HAMBURGER MUSEEN

Foto: GRÜNE Hamburg Facebook-Anjes Tjarks

Hamburg – Auf Vorschlag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen soll am 9. Juli, einen Tag nach Ende des G20-Gipfels in Hamburg, der Besuch aller städtischen Museen kostenlos sein.

Rot-Grün will damit eine sinnstiftende Geste des Dankes in die Stadtgesellschaft senden. In manchen Ausstellungen lassen sich Querverbindungen zu aktuellen Debatten in der Stadt und der Welt finden, was somit auch den Bogen zu G20 spannt und die Auseinandersetzung mit Themen unserer Zeit und unserer Stadt in den Fokus rückt.

Viele der Hamburger Museen sind außerdem zentrumsnah gelegen – öffnen also da ihre Tore, wo die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger rund um G20 in den Tagen davor am größten sind. Formell beschlossen werden soll der Vorschlag für den kostenlosen Museumsbesuch am 9. Juli mit einem rot-grünen Antrag nächste Woche in der Bürgerschaft.

Dazu erklären die beiden Fraktionsvorsitzenden von Grünen und SPD, Anjes Tjarks und Andreas Dressel: „Wir wissen, dass der G20-Gipfel für nicht wenige Hamburgerinnen und Hamburger gerade im innerstädtischen Bereich einiges an Beeinträchtigungen und Einschränkungen mit sich bringt, auch wenn alle Beteiligten sich anstrengen, diese so gering wie möglich zu halten. Dafür bitten wir ausdrücklich um Verständnis, gerade weil das in Hamburg nicht zum Alltag gehört.

Wir finden, dass die Stadt dies anerkennen und sich dafür auch bedanken sollte – und zwar nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. Nach Gesprächen mit dem Senat werden wir deshalb unseren Fraktionen in der kommenden Woche vorschlagen, dass sich die Stadt mit einer Geste bedanken sollte, die die Auseinandersetzung mit unserer Zeit und unserer Stadt fördert. Wir schlagen vor, dass die – ebenfalls überwiegend zentrumsnah gelegenen – Hamburger Museen am Tag nach dem Gipfel – konkret Sonntag, der 9. Juli – allen Besucherinnen und Besuchern den freien Eintritt ermöglichen.

Ein Vorschlag, der auch Diskussionen in der Stadt um eine bessere Zugänglichkeit unserer Museen aufgreift. Dabei geht es um die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe, den Kunstverein und die Deichtorhallen, das Museum für Völkerkunde, die Häuser der Stiftung Historische Museen Hamburg, unter anderem das Museum für Hamburgische Geschichte, das Altonaer Museum und das Museum der Arbeit sowie das Helms-Museum in Harburg. Manche Häuser greifen in ihren Ausstellungen Themen der Zeit auf, die die Gesellschaft aktuell beschäftigen – insofern ist auch ein Bogen zur kontroversen Diskussion in unserer Stadt rund um G20 gespannt.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee bei den Museumsleitungen ein sehr positives Echo gefunden hat. Wir werden unseren Vorschlag einer Initiative in der Bürgerschaft beifügen und den Senat mit der weiteren Umsetzung, insbesondere der weiteren kommunikativen Begleitung, beauftragen. Der Senat wird der Kulturbehörde beziehungsweise den Museen die entsprechenden, noch näher zu kalkulierenden Einnahmeausfälle und Zusatzkosten selbstverständlich erstatten.“

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