Montag, Dezember 18

DER SCHWÄCHELNDE KAUFHOF

Bild: (c) JouWatch / flickr

Essen  – Wer Ärger mit Kreditversicherern und Banken hat, dem geht es in der Regel nicht gut. Beim Kaufhof ist das derzeit so. Er schreibt rote Zahlen. Das kann bei einem Eigentümerwechsel passieren. HBC hat für 2016 viele einmalige Kostenposten in der Bilanz verbucht. Allerdings hat sich die Lage Anfang 2017 nicht verbessert. So scheint klar zu sein: Der Kaufhof schwächelt.

Zudem überrascht es, dass so sensible und eigentlich vertrauliche Vorgänge wie Garantien für Lieferanten und Einzelheiten über Kreditlinien unmittelbar an die Öffentlichkeit gelangen. Ganz offensichtlich sind da – intern oder von außen – Kräfte am Werke, die dem Kaufhof und seiner Mutter HBC schaden wollen.

Für HBC ist der Schuldige gefunden: Karstadt-Eigner René Benko, dem immer noch Gelüste nachgesagt werden, Kaufhof zu übernehmen. Mag sein, dass er für Indiskretionen gesorgt hat. Für die roten Zahlen kann HBC den Rivalen aber nun wirklich nicht verantwortlich machen. Es ist an der Zeit, dass der Konzern alle Fakten über die wirtschaftliche Lage des Kaufhofs auf den Tisch legt. Das schuldet er auch seinen über 21.000 Beschäftigten.

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